Das Quartier

Lage

Das Grundstück liegt in Bad Belzig am Stadtrand („An der Rummel“) an der Ecke Lübnitzer Straße und Puschkinstraße, fünf Minuten zum Stadtkern und direkt am Waldrand. Die Verkehrsanbindung ist günstig. Der RE7 fährt in Stoßzeiten alle halbe Stunde in ca. 60 Minuten nach Berlin HBF. Über die Autobahn A9 beträgt die Fahrzeit ebenfalls ca. 1 Stunde.

Eckpunkte

1. Nachhaltiges Bauen

Dieses Thema ist uns ein Herzensanliegen. Deshalb bauen wir mit Holz, ist unsere Energieversorgung überwiegend fossilfrei und sparen wir Wasser durch einen Grauwasserkreislauf und durch Regenwasserzisternen.

2. Architektur für Begegnung

Gemeinschaftsleben ist unser Kernanliegen. Deshalb war es ein Leitmotiv für das städtebauliche Konzept. Dies spiegelt sich auch in der Architektur der Wohnhäuser wider.

3. Rückzug möglich

Gemeinschaft braucht auch die Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Deshalb haben wir uns für individuelle Wohnungen mit eigenem Bad und eigener Küche entschieden.

4. Verbindung zur Natur

Weiter Blick trotz räumlicher Nähe? Das geht.
Versetzt angeordnete und schräg gestellte Häuser lenken den Blick ins Grüne statt ins Wohnzimmer der Nachbarn.

5. Freiwillig gemeinschaftliche Räume

Wir schaffen attraktive gemeinschaftliche Räume – als Option, nicht als Zwang.
Beispiel: In unserem Gemeinschaftshaus können wir gemeinsam kochen und zusammen essen. Wir gehen nicht davon aus, dass jeder täglich kommt – aber dass sich ein stabiles Verhältnis aus Kochenden und begeisterten Genießenden einstellt. Erfahrungen aus anderen Projekten bestätigen dies. In dem Link unten findet Ihr mehr zu den Gemeinschaftshäusern.

Projektdaten

  • Ausgelegt auf ca. 100 Menschen, ca. zwei Drittel davon junge Familien
  • Derzeit 102 Bewohner plus ein Hund und vier Katzen
  • 45 Wohnungen mit insgesamt 3.992 m² Wohnfläche
  • 3 Gemeinschaftsgebäude mit 724 m² Nutzfläche
  • Rund 17.000 m² Grundstück plus ca. 15.000 m² Wald.
  • Ökologische Bauweise
    • ökologische Holzständerbauweise
    • erfüllt den höchsten KfW-40-Effizienzstandard
    • modernste Wärmetechnik
    • Grauwasseraufbereitung durch eigene Pflanzenkläranlage sowie Regenwassernutzung mittels Zisternen
    • Nutzung von Geothermie für Heizung und Kühlung
    • Deckenheizung für optimales Raumklima
    • Photovoltaik auf den Dächern der Wohnhäuser
    • 8 Ladeanschlüsse für E-Fahrzeuge

Geschichte

Kerstin Schulenburg ist die Initiatorin unseres Projekts, auf das sie sich mehrere Jahre vorbereitet hatte.
Dabei ist ein Leitfaden für die Gründung von Wohnprojekten entstanden, der unter www.cohousing.de frei vergügbar ist und das komplexe Thema in einzelne Module wie Startphase, Vision, Soziokratie etc. gliedert.
Bei der Verwirklichung des LiF sind wir nach diesem Leitfaden vorgegangen.

In 2019 hat Kerstin das Grundstück erworben und Anfang 2020 etwa ein Dutzend Menschen für die Pioniergruppe gewinnen können. Das Grundstück wurde ohne Aufpreis 2021 an die inzwischen gegründete Genossenschaft weiterveräußert. Von März 2020 bis September 2021 bereitete die Pioniergruppe in den Bereichen Bau, Recht & Finanzen, Gemeinschaftsbildung und Organisationsentwicklung den Weg. In mehreren Wellen kamen über die Jahre weitere Menschen hinzu und brachten viel Elan, Kompetenz und Zeit in das Projekt ein.

Nach einer anderthalbjährigen Bauphase zogen Ende November 2024 die ersten Familien ins LiF ein. Das Ankommen im ländlichen Fläming, die Herausforderungen des realen Projekts und die Gestaltung des neuen Lebensraums bildeten eine für Viele herausfordernde, aber auch freudige Phase. Mitte 2025 wurden die letzten Wohnungen bezogen.

Neben der nie versiegenden Arbeit am Projekt selbst erschlossen die Bewohner:innen des LiF für sich den Fläming, knüpften Kontakte zu Nachbarn, anderen Gemeinschaften, Vereinen und Initiativen und fanden Arbeitsplätze und Berufungen in der neuen Heimat.
Im September 2025 feierten die Lifis zusammen mit mehr als 500 Gästen ihren ersten Sommer im Fläming – ein Fest, das Vielen in guter Erinnerung bleiben wird.